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SCHWEINKRAM

Die Ausstellung "Schweinkram" von Kunstrefugium e.V. im Keller der kleinen Künste in der Buttermelcherstraße 18 (Rgb) ist vom 12.05. bis 25.05. jeweils von Mittwoch - Samstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Alle Kunst - und Erotikinteressierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

 

Schweinkram

Zwischen Schweinkram und Prüderie

Mehr als 20 bildende Künstler der Künstlervereinigung Kunstrefugium e.V. setzten sich mit dem Thema Erotik auseinander und zeigen vom 11. bis zum 25. Mai im Keller der kleinen Künste thematische Werke aus den Bereichen Malerei und Fotografie. Zur Vernissage und zur Finissage wird in Form von Tanz, Lesung, Musik und Performance ein passendes Rahmenprogramm geboten.

Die Geschichte der Erotik ist so alt wie die Menschheit selbst und über alle Jahrhunderte hinweg haben Künstler dieses Thema umgesetzt und dabei nicht selten für Skandale gesorgt. In Volks- oder Kirchenkunst (groteske Figuren!) oft derb umgesetzt, begegnete einem dieses Thema in gehobenen Kreisen eher tabuisiert, um den Anschein zu wahren. Die gesellschaftliche Akzeptanz visualisierter Erotik ist in unserem Kulturkreis inzwischen sehr groß und es geht kein großer Aufschrei mehr durch die Bevölkerung, wenn in der Öffentlichkeit sexuelle Reize zur Schau gestellt werden. Es gibt kaum noch gesellschaftliche Normen, die festlegen, wo die Grenze zwischen niveauvoller Erotik und schmuddeligem Schweinkram zu ziehen ist. In einer toleranten Gesellschaft, die Menschen immer weniger wegen ihrer sexuellen Vorlieben ausgrenzt oder diese tabuisiert, muss jeder selbst für sich einen Maßstab bereit halten, ab wann es "Schweinkram" ist, oder ob manche Betrachter nur ein bisschen "prüde" sind.

Die Ausstellung „Schweinkram“ spiegelt das Thema von mehreren Seiten: es gibt klassische Aktmalerei zu sehen, abstrakte Kompositionen, die mit der Farbwirkung spielen, Auseinandersetzungen mit Erotik und ihrer Rolle in der Gesellschaft, Karikaturen, die Sexskandale aufgreifen........ Das Konzept ist darauf ausgerichtet, dem Betrachter die Wertung zu überlassen und nimmt in Kauf, dass evtl. manche der Exponate als billig und schmuddelig eingestuft werden. Die ausstellenden Künstler selbst kommen aus verschiedensten Bereichen der bildenden Kunst und haben sich in der überregionalen Künstlervereinigung Kunstrefugium e.V. für gemeinsame Projekte zusammengeschlossen. Kunstrefugium e.V. wurde vor ca. 4 Jahren in München gegründet und hat sich seitdem nicht nur in München mit ungewöhnlichen Kunstaktionen einen Namen gemacht: Neben klassischen Ausstellungskonzepten zeigen die aktuell über 40 Mitglieder, die aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich stammen, ihre Kunst auch gerne bei Straßenfesten oder öffentlichen Plätzen. Im Keller der kleinen Künste präsentierte die Vereinigung bereits vor zwei Jahren ihre Jahresausstellung. Unter dem Motto „die Kunst ist im Keller“ war das die erste Kunstausstellung, die in den Kellerräumlichkeiten im Hinterhof der Buttermelcherstraße 18 zu sehen war. Seitdem finden dort regelmäßig Theateraufführungen, Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Die Lokalität im Untergeschoss bietet nicht nur für Kunstausstellungen eine besondere und ungewöhnliche Kulisse: Vor den unverputzten Wänden und den im Raum sichtbaren Heizungsrohren, präsentiert sich die ausgestellte Kunst mit einem ganz eigenen Charme. Der Keller der kleinen Künste gehört zum Haus der kleinen Künste, das in der Buttermelcherstraße 18 bereits seit 5 Jahren jungen und jung gebliebenen Designern und Künstlern eine Plattform zur Präsentation ihrer Werke bietet. Die engagierte Besitzerin Bahar Auer bringt mit ihrem Idealismus und dem von ihr initiierten Förder-Verein Haus der kleinen Künste e.V. lebendige Kultur ins angesagte Münchner Gärtnerplatzviertel.

Begleitend zur Ausstellung „Schweinkram“ wird es sowohl zur Vernissage am Freitag, den 11. Mai als auch zur Finissage am Freitag den 25. Mai von 19 bis 21 Uhr ein thematisches Rahmenprogramm geben. Zur Eröffnung wird die Galeristin und Historikerin Bahar Auer einige einleitende und begrüßende Worte sprechen. Anschließend wird Geli Schubert mit einem besonderen Tanz-Theaterstück sich des Themas annehmen. Melina Licht und Angelika Lüthje stimmen ihre Geigen auf Tangoklänge ein und Damian Raven wird erotische Schlüsselszenen aus seinem Roman „Mexico way“ zum Besten geben. Bei der Finissage zeigt Marie Golüke mit ihrer Performance einen Striptease der besonderen Art, Andreas Schimkus greift das Thema der Veranstaltung in lyrischen Vertonungen auf und Damian Raven präsentiert noch mal einige passende Textauszüge.

Die Ausstellung "Schweinkram" von Kunstrefugium e.V. im Keller der kleinen Künste in der Buttermelcherstraße 18 (Rgb) ist von 12.05. bis 25.05. jeweils von Mittwoch - Samstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Alle Kunst - und Erotikinteressierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Zutritt ab 16 Jahren.

 

 

Tatzeit: Programm


Freitag 18.11. 2011

19:00 Eröffnung mit Vorstellung der ausstellenden Künstler

19:30 Dress To Kill- Das Ende des Postkolonialismus -Performance mit Miriam Wuttke aus Berlin. In der Performanceserie Dress to kill geht es vornehmlich um Vertreibung, Verdrängung, Flucht und Ankunft, die poetische Reflexion täglicher Selbstzerwürfnisse in einer um Ressourcen kämpfenden und gleichzeitig verschwendenden Gesellschaft, um die Schwierigkeiten der Sesshaftigkeit und den Durchbruch des Archaischen. Es geht um Schwarzkohle, Erde und Baumwolle, das Reh, den Wald, die Jagd; den Tod, das Attentat, die Heimat; die Scholle, die 4 Pfeiler eines Hauses und eine ewige Wanderung, deren Ende durch Erschöpfung, nicht durch Bestimmung bedingt zu sein scheint. Die Geste der Umarmung des Tieres ist die Befriedigung eines Bedürfnisses, das die Angst besiegt, indem es über das Archaische zum Magischen und über die Erkenntnis zum Gegenüber führt. Da ist nicht mehr nur nichts. Da ist etwas.

20:15 silent river – Kurzfilm von Anca Miruna Lazarescu (Hochschule für Film und Fernsehen)

21:00 Uli Mauk: eigen nicht artig – die bayrische Liedermacherin begeistert ihr Publikum mit einem frechen, kabarettistischen Musikprogramm: mit den Geschichten, die sie besingt, bringt sie das bayrische Lebensgefühl auf den Punkt.



Samstag 19.11.2011

17:00 Gunther Dworsky: Die Diener des Fürsten - Alexander Snehotta liest ausgewählte Abschnitte des düster und spannend geschriebenen Romans von Gunther Dworsky

18:00 Kerry Balder: Kontaktjonglage – mit geschmeidigen Bewegungen lässt die junge Artistin die Kugeln zu sphärischer Musik auf ihrem Körper tanzen.

19:00 "Doce Conjuros - Zwölf Zaubersprüche" 1. Teil: Lesung mit Jorge Ourcilleon: der gebürtige Chilene stellt mit seinen Gedichten eine Verbindung zum Bild her und lässt den Zuhörer auf charmante und unterhaltsame Weise in seine Bilder- und Gedankenwelt eintauchen.

20:00 "Images" - Tanzperformance mit Kathrin Knöpfle. Die Künstlerin projiziert mit schnellen, eckigen, dynamischen, runden und explosiven Bewegungsabläufen imaginäre Bilder in den Raum, die für den Betrachter frei assoziierbar bleiben.

21:00 Ach wie gut, dass niemand weiß/Zur Filmsprache von Werner Nekes – Kurzfilm von Noemi Schneider und Daniel Vogelmann (HFF)

21:30 Under the tree: die garantiert nicht gecastete NewcomerBand aus dem Münchner Osten bietet authentischen und professionellen Alternativ Rock-Pop, der keinen Vergleich zu scheuen braucht. Die jungen Musiker präsentierten sich u.a. bereits auf dem Ander-Art-Festival oder dem Wettbewerb „Sprungbrett“ im Feierwerk erfolgreich.



Sonntag 20.11.2011

12:30 Louva Marguerite: Die Band wurde aus der Idee heraus geboren, experimentelle und gefühlvolle Musik für besondere Menschen zu machen. Die Texte erzählen von Liebe und Eifersucht, Heim- und Fernweh, Einsamkeit und Sehnsucht. Louva Marguerite, das sind Akustikinstrumente und soulige Stimmen in einer Mischung aus Folk, Indie und Chanson mit rockigen Elementen und einem Easy Listening Feeling.

14.30 Kinonachmittag: Kurzfilme der Hochschule für Fernsehen und Film München

17:00 Lesung mit Jorge Ourcilleon: "Doce Conjuros - Zwölf Zaubersprüche" 2. Teil

18:00 Tanztheaterstück: " Hier bin ich..." von Geli Schubert Riechert: Ein Solo- Tanztheaterstück von widersprüchlichen Emotionen, mal zur Musik, mal selbst gesprochen, mal traurig und rührend, mal absurd und verwirrend, mal dynamisch und rhythmisch, und mal der verrückte Alltag. (Musik: "The Wheat", Gladiator Soundtrack;"Africa" , Angelique Kidjo)

19:00 Berlin: eine Essayfilm von Noemi Schneider und Christiane Schmidt

19:30 Kuschelpunk: die Münchner Band präsentiert „Selbstgebrautes“ aus den Stilrichtungen Rock, Jazz, Ska, Bossa, Punk…..

 

Weitere Infos unter: tatortkunst2011.de

 

 

 

Hallo und herzlich willkommen auf der Internetpräsenz des Kunstvereins

Kunstrefugium e.V.
Wir sind ein eingetragener Verein, der sich die Kunstförderung auf seine Fahnen geschrieben hat. Warum der Name Kunstrefugium?
Nun, ein Refugium ist ein Rückzugsraum, ein Bereich in dem etwas bestehen kann und so verstehen wir auch einen großen Teil unserer Arbeit. In unserer heutigen so überaus hektischen Zeit, in der nur noch Schnelllebigkeit und Interaktivität vorherrschen, wollen wir den Menschen wieder die greifbare Kunst zuführen, nicht nur Internetbilder. Betrachter sollen erfahren, welch eine große Spannung es sein kann, jeden Pinselstrich und die Aussagekraft eines Werkes zu entdecken.
Wir wollen Kunst hautnah erlebbar machen, indem wir Projekte starten, bei denen mitunter auch die Mitarbeit der Besucher gefragt ist. So wird Kunst wieder greifbar und vor allem begreifbar. Daneben werden wir auch immer wieder Hilfsprojekte starten und versuchen eine helfende Hand zu reichen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß auf unserer Website.

Ihr Kunstrefugium-Team

 

Kontakt:

Kunstrefugium e.V.
Laibacherstraße 4
81669 München
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bei Rückfragen zu Aktionen und Projekten bzw. Interesse an Pressematerial wenden Sie sich bitte direkt an die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit.

Ingrid Müller
089/650562
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